Dr. Andreas Lunacek

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Oberarzt der urologischen Abteilung des Hanusch Krankenhauses

Gastprofessor der medizinischen Universität Wien

Glossar

Hier können Sie Fachbegriffe und deren Erklärungen nachlesen.

  • Blase

    Ist ein Hohlorgan, das am Beckenboden aufliegt und den Urin zwischenspeichert, der kontinuierlich von den Nieren produziert und über die Harnleiter abgeleitet wird, um ihn willentlich abzugeben. Veränderungen der Blase können entzündlicher Natur sein, es können funktionelle Störungen vorliegen (vermehrter Harndrang, unwillkürlicher Harnverlust = Inkontinenz, erschwertes Urinieren), aber auch Tumoren können sich in der Blase bilden. Sollte bei der Urinanalyse Blut im Harn gefunden werden (auch mikroskopisch = Mikrohämaturie), sollte eine Abklärung zügig erfolgen.

  • Hoden

    Die Hoden sind die Keimdrüsen des Mannes. Sie sind paarige Organe und haben ein Volumen von ca 20ml. Sie entwickeln sich in der Pubertät zu Ihrer vollen Größe. Die Hoden liegen mit den Nebenhoden und einem Teil des Samenstranges im Hodensack. Die Aufgabe der Hoden liegt in der Synthese des wichtigsten männlichen Hormons, dem Testosteron und der Produktion der Spermien. Auch bei Hoden kann es zu Veränderungen kommen. Am häufigsten zeigt sich bei Kindern und Jugendlichen die Hodentorsion ( Stiehldrehung des Hodens und Nebenhodens) und damit eine Unterbrechung des Blutflusses zum Hoden. Dies ist sehr schmerzhaft, beginnt plötzlich mit starken Schmerzen und sollte umgehend von einem Urologen begutachtet und ev.operativ behandelt werden. Bei zu langer Latenzzeit kann es zum Verlust des Hodens kommen. Auch eine Entzündung des Hoden bzw. des Nebenhodens kann sehr schmerzhaft sein, geht oft mit Fieber einher, beginnt aber langsamer als bei der Torsion.

    Auch können im Hoden bösartige Tumoren wachsen. Dies lässt sich meist ertasten. Das bedeutet, man sollte jede bemerkte Veränderung an den Hoden mit dem Ultraschall abklären lassen. Im Falle eines Hodentumors (häufigster Tumor des Jugendlichen und jungen Erwachsenen) ist eine Therapie sehr gut möglich, und auch hier gilt, je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser ist die Heilungschance.

  • Mikrohämaturie / Makrohämaturie

    Die Hämaturie bezeichnet das Vorkommen von Blut im Harn. Dabei unterscheidet man die Makrohämaturie, bei der der Harn sichtlich blutig verfärbt ist, im Gegensatz zur Mikrohämaturie, wo sich nur im Test (bei klaren Harnverhältnissen) Blutbeimengungen zeigen. Eine Hämaturie kann auf eine Erkrankung der ableitenden Harnwege hinweisen, wie Steine, Entzündungen aber auch Tumoren. Daher sollte eine Hämaturie immer abgeklärt werden. Dies beinhaltet ein spezielles Nierenröntgen, oder eine Computertomografie und eine Blasenspiegelung (Cystoskopie). Raucher haben ein erhöhtes Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken.

  • Nieren

    Die Nieren sind paarig angelegte Organe und sind für die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten, den sogenannten harnpflichtigen Substanzen, verantwortlich. Sie regulieren den Wasserhaushalt, den Blutdruck, den Mineral- und Säure-Basen-Haushalt. Nieren können Anomalien und Veränderungen aufweisen, die abgeklärt werden müssen. Neben Veränderungen wie eine Doppelanlage der Nieren oder Harnleiter, das Fehlen einer Niere, Schrumpfniere oder Hufeisenniere, können Prozesse in der Niere stattfinden, die eine operative Abklärung benötigen, wie z.B suspekte Nierenzysten oder Tumoren in den Nieren, dem Nierenbecken, oder dem Harnleiter.

  • Penis

    Die häufigste Veränderung des Penis ist die Vorhautverengung (Phimose), die vor allem bei Kindern vorkommt. Diese lässt sich in einigen Fällen konservativ behandeln, in manchen Fällen ist die Vorhautentfernung (Circumcision) die angezeigte Therapie. Beim Erwachsenen kann es zu Verkrümmungen des Penis kommen, die einen normalen Geschlechtsverkehr nicht mehr ermöglichen, aber auch entzündliche Erkrankungen, Feigwarzen ( Condylome) und bösartige Veränderungen am Penis sind möglich und bedürfen einer Abklärung und Therapie.

  • Prostata

    Die Prostata, oder auch Vorsteherdrüse ist eine ca. kastaniengroße Drüse, die einen Teil des Ejakulates produziert. Sie liegt unterhalb der Harnblase und umkleidet einen Teil der Harnröhre. Die Unterseite der Prostata grenzt an das Rektum (Enddarm) und kann daher mit dem Finger getastet und mit einer speziellen Ultraschallsonde beurteilt werden. Im Falle der Notwendigkeit können auf diesem Weg auch Gewebeentnahmen aus der Prostata (Biopsien) durchgeführt werden.

    Die gutartige Prostatavergrößerung beschreibt die Volumenzunahme der Drüse. Diese Vergrößerung kann folgende Symptome zeigen: Nächtliches Wasserlassen, gehäufter Harndrang, erhöhter Blasenentleerungsdruck, abgeschwächter Harnstrahl bis zum Unvermögen die Blase zu entleeren (Harnverhaltung).

    Die Prostata sollte im Rahmen der Vorsorge untersucht und im Bedarfsfall behandelt werden. Dies kann medikamentös geschehen oder wenn notwendig operativ.

    Dabei ist die Therapie der Wahl das „Ausschaben“ der Prostata durch die Harnröhre (TURP; transurethrale Resektion der Prostata).

  • Prostatakrebs

    Prostatakrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung des Mannes. Das Risiko, an einem Prostatakarzinom (Prostatakrebs) zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. Symptome bzw. Beschwerden macht der Prostatakrebs erst dann, wenn er fortgeschritten ist. Daher ist die jährliche Vorsorge eine Möglichkeit, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und zeitgerecht zu behandeln.

    Beim Urocheck© werden daher zur umfassenden Abklärung neben der allgemeinen körperlichen Untersuchung eine Ultraschalluntersuchung, eine Harnanalyse, eine Blutabnahme zur PSA Bestimmung sowie die nicht schmerzhafte Untersuchung der Prostata über den Enddarm (digital rektale Untersuchung; DRE) durchgeführt.

    Aus dem Tastbefund und dem PSA Wert lassen sich etwaige Veränderungen in der Prostata feststellen, die gegebenenfalls einer weiteren Abklärung (Gewebeentnahme aus der Prostata = Biopsie) bedürfen.

    Sollte ein Prostatakrebs nachgewiesen werden, bestehen verschiedene Therapiemöglichkeiten. Operation, Bestrahlung, medikamentöse Behandlung oder in ausgewählten Fällen eine aktive Überwachungsstrategie sind Optionen, die je  nach Einzelfall zu entscheiden sind. Eine umfassende individuelle Beratung ist mir hier ein besonderes Anliegen.

    Am wichtigsten ist es auf jeden Fall, die Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen, da die Therapiemöglichkeiten grösser und die Heilungschancen besser sind.

  • Prostatabiopsie / Gewebeentnahme aus der Prostata

    Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung und Prostataabklärung kann es sein, dass durch einen suspekten Tastbefund oder einen erhöhten PSA Wert eine Gewebeentnahme aus der Prostata notwendig wird. Diese Untersuchung wird in lokaler Betäubung ambulant durchgeführt. In der Regel werden 10 Gewebezylinder (ca 20 mm lang und 1mm im Durchmesser) ultraschallgezielt entnommen. Manchmal kommt es vor, dass man eine Biopsie (oft nach Jahren) wiederholen muss. Diesbezüglich haben wir im Hanusch Krankenhaus einen speziellen Untersuchungsmodus eingeführt, der eine MRT (Magnetresonanztomografie) der Prostata und zusätzlich zu den 10 „normalen“ Proben fünf ultraschallkontrastmittelunterstütze Biopsien beinhaltet. Aufgrund dieser Methode erzielen wir (gemessen am internationalen Standard) im Rahmen von Wiederholungsbiopsien exzellente Ergebnisse.

  • PSA

    Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das in den Drüsen der Prostata produziert wird und der Verflüssigung des Ejakulates dient.

    Der PSA Wert wird fälschlicherweise oft als Tumormarker bezeichnet. Ein erhöhter PSA-Wert ist jedoch nicht sofort mit Prostatakrebs gleich zu setzen. Das PSA ist als Marker zu verstehen, der nur in Prostatazellen produziert wird und dortige Veränderungen anzeigt. Eine PSA Erhöhung kann prinzipiell verschiedene Ursachen haben, wie z.B. eine Entzündung, eine gutartige Vergrößerung der Prostata oder auch Einflüsse von außen (Untersuchung, Rad fahren...).  Im ungünstigsten Fall kann eine PSA Erhöhung aber auch auf Tumorzellen basieren. Der PSA Wert ist daher nach wie vor der wichtigste Parameter in der Diagnostik des Prostatakarzinoms. Zur Vorsorge und Prostatakrebsdiagnostik gehören die Bestimmung des PSA Wertes und der Tastbefund über den Enddarm, da auch eine tastbare Veränderung bei normalem PSA Wert abgeklärt werden soll.

    Die PSA Werte sind altersbezogen.

  • Steinerkrankungen

    Nierensteine entstehen durch Ablagerungen von Kristallen in den Nierengängen und im Nierenbecken. Sie können auch in den Harnleiter gelangen und dadurch den Harnabfluss behindern. Dies verursacht Schmerzen auf der betroffenen Seite im Rahmen einer Nierenkolik. Der dadurch entstehende Harnstau kann die Niere in ihrer Funktion schädigen. Sollte sich der Harn bei einer gestauten Niere infizieren, kann es zu einer Nierenbeckenentzündung bis hin zur Sepsis (Blutvergiftung) kommen, was eine lebensbedrohliche Erkrankung darstellt. Daher ist im Akutfall eine möglichst rasche Behandlung an einer urologischen Abteilung notwendig. Grundsätzlich lassen sich Steinerkrankungen gut diagnostizieren und behandeln. Es gibt die Möglichkeit, Steine von außen zu zertrümmern (ESWL = extrakorporale Stoßwellenlithotripsie), oder sie operativ zu entfernen (endoskopisch über die Harnblase oder von außen durch Punktion). Es gibt auch Steine die sich medikamentös behandeln und auflösen lassen.

  • Sexualität

    Die häufigste Sexualstörung des Mannes ist die erektile Dysfunktion (ED), eine Verschlechterung der Steifheit des Penis, sodass ein Geschlechtsverkehr unzufriedenstellend oder gar nicht mehr durchgeführt werden kann. Eine Abklärung der ED ist unbedingt notwendig, bevor eine adäquate Therapie begonnen wird, da die ED ein Vorbote für andere Erkrankungen sein kann. Dazu gehören Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen des Blutgefäßsystems oder Herzerkrankungen. Therapiemöglichkeiten gibt es mittlerweile in Form von Tabletten, Injektionen in den Schwellkörper oder kleine Stäbchen, die - in die Harnröhre - eingeführt, ihre Wirkung dort entfalten.

  • Testosteron

    Testosteron ist das männliche Geschlechtshormon. Es wird in den Hoden und zum Teil in der Nebenniere produziert. Testosteron ist für die Reifung der Samenzellen verantwortlich, aber auch für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Genitalorgane und der sekundären Geschlechtsmerkmale. Zusätzlich beeinflusst es die Libido, die Potenz, die Leistungsfähigkeit, das Herz- Kreislaufsystem und die Knochen. Im zunehmenden Alter kann es zur Abnahme des Testosterons und den dadurch verursachten Folgenerscheinungen kommen. Dazu zählen Abnahme der Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, Verlust und Abnahme der Libido und Potenz und daraus resultierend psychosoziale Belastungen. Eine Abklärung ist empfohlen, da man Testosteron künstlich ersetzen kann und es in den meisten Fällen zu einer deutlichen Verbesserung des Befindens und der Leistungsfähigkeit kommt.

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© Dr. Andreas Lunacek 2016